Frau sucht zumindest in jungen Jahren keineswegs den weichgespülten Softi und Partner, sondern den andersartigen Vaterersatz, dem sie Vertrauen entgegenbringen kann, der für sie sorgt, bei dem sie kleines Mädchen bleiben darf, wo sie sich geborgen fühlt und beschützt. Sie nimmt es sogar in Kauf, daß sie außer nett zu ihm zu sein, Pflichten zu übernehmen hat. Im Zweifelsfall versorgt sie ihn sogar materiell. Auch wenn der Re-gelfall nach alter Väter Übung das Versorgtwerden ist.

In der Mutterperiode ist sie ohnehin glücklich, allerdings bekommt der Mann in dieser Zeit nicht mehr allzu viel Aufmerksamkeit geschenkt, was ihm als glücklichem Vater so viel nicht ausmacht. Hier kann sie den ihr von der Natur geschenkten hemmungslosen Ehrgeiz und ihre Liebesfähigkeit exzessiv austoben.

Studiert sie, ist beruflich tätig oder bekommt aus anderen Gründen keine Kinder, richtet sie ihren überbordenden Aktivitätsdrang auf andere Dinge. Auch hier läßt die Zuneigung zum Partner über die Zeit nach. Nett, daß er da ist, aber eben nicht viel mehr.

Ab vierzig bekommt sie ihre Endzeitstimmungen, weit verheerender als beim Mann, weil auch biologisch bedingt, nach dem Wahlspruch: soll das alles gewesen sein ? und unternimmt die unmöglichsten Dinge, aus dieser vertrackten Situation zu entkommen. Die ihr eigene Schicksalsschwere, die dem Mann völlig abgeht, macht die Sache auch nicht besser. In dieser Zeit entwickelt sie Ersatzbefriedigungen aller Art, um ihre Zufriedenheit wiederzuerlangen. Auch der jüngere Geliebte ist ein typisches Phänomen dieser Phase. Als Kinderersatz und Pflegeobjekt. Und als rattengeiler Liebhaber, was sie ihrem Gatten einst mühevoll abgewöhnt hatte.

Was nach dem Ausbleiben der Periode kommt. Sie beruhigen sich, die Damen. Machen die Dinge weiter, die sie routiniert können. Wasch- und Spülwunder.

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